Der Mollner Jedermann

von Wolfgang Hofer

Premiere am 26. Februar 2027

Jedermann ist bekannt. Im spätmittelalterlichen Original handelt es sich um einen bösen Menschen, der im Auftrag Gottes vom Tod geholt wird, weil er viele schwere Sünden auf sich geladen hat. Zu allerletzt findet er zum Glauben und kann sich so retten.

Unser „Mollner“ Jedermann ist eine zeitgenössische Figur, ein Immobilienhai, wie wir ihn aus dem aktuellen Zeitgeschehen zu kennen glauben. Ihn treibt die Gier, das Gefühl, nie genug bekommen zu können. Da er geschäftlich begabt ist, ist er natürlich höchst erfolgreich. Aber das Blatt wendet sich: Am Höhepunkt seines Lebens meldet sich auch hier der Tod. Wie es weitergeht?

Das Theaterstück in Versen spielt mit den Klischees von heute, umrahmt und aufgelockert mit bekannten Liedern, die nach Mollner Manier (Musik: Manfred Rußmann) ein wenig schräger klingen als gewohnt.

Der Theaterverein „frei-wild-molln“ präsentiert das neue Stück von 26. 2. bis 21. 3. 2027 im Nationalpark Zentrum Molln.
Wilfried Schrutka

An der Arche um 8

Ein aktuelles Probenfoto – die Darsteller haben sichtlich Freude!

V. l. n. r.: Dagmar Brugger, Willi Berger, Sonja Wurzer, Bernadette Bramberger

Premiere Freitag, 17. Oktober, 19 Uhr, Wirt im Dorf, Molln

Drei Pinguine haben Langeweile. Überall immer nur Eis und Schnee, Schnee und Eis. Zuerst haben sie noch Spaß miteinander, dann fangen sie an zu streiten. Einer der drei Freunde zieht beleidigt ab. – Die anderen beiden bekommen Besuch: Eine Taube kommt an und verschafft ihnen zwei Tickets für die Mitfahrt auf der Arche Noah. Die Sintflut naht!

Jetzt bekommen die beiden doch auch Sorgen: Ihr Freund kann nicht mit! Was tun?

Wie es weitergeht, erfahrt Ihr in dem immer kurzweiligen, oft lustigen, manchmal nachdenklichen Stück von Ulrich Hub. Die temporeiche Komödie ist für Kinder und für Erwachsene gleichermaßen spannend: Die Taube zum Beispiel als strenge Reiseleiterin auf der Arche hat Probleme – niemand bedankt sich je für ihre ganze Arbeit. Ein großer Koffer ist auf einmal da. Was ist da drin? Und natürlich diskutieren die Pinguine auch über Gott: Der hat die Sintflut ja gemacht.

Über allem steht aber Freundschaft und Zusammenhalt. Alle drei Pinguine schaffen es! Soviel sei jetzt schon verraten. Das Stück dauert ohne Pause ca. eine Stunde. Für alle von 8 bis 99 Jahren!

Termine:             Premiere am Freitag, 17. Oktober, 19 Uhr, Wirt im Dorf in Molln

Sonntag, 19. Oktober, 19 Uhr, Wirt im Dorf in Molln
Freitag, 31. Oktober, 19 Uhr, Wirt im Dorf in Molln
Sonntag, 2. November, 16 Uhr und 19 Uhr, Wirt im Dorf in Molln

Tickets bei Margit´s Shop, auf der Homepage: theater-frei-wild.at, und an der Abendkasse
Preise:

Kinder bis 14 Jahre:          6 Euro                 
Erwachsene VVK:            10 Euro
Abendkasse:                       11 Euro

Unsere Sponsoren in diesem Stück

Der kaukasische Kreidekreis von Bert Brecht

Der „Kreidekreis“ greift ein uraltes ursprünglich chinesisches, dann auch biblisches Thema auf: Es geht um das Kind des Gouverneurs, das in Kriegswirren zurück gelassen wird. Die Dienstmagd Grusche ist mit Simon verlobt. Beim Ausbruch des Krieges am Ostersonntag nimmt sie das vergessene Kind an sich und flieht mit ihm ins Gebirge zu ihrem Bruder. Die bigotte Schwägerin sorgt dafür, dass Grusche als „ledige Mutter“ zwangsverheiratet wird. Der Ehemann ist angeblich todkrank, entpuppt sich am Ende des Krieges aber als Simulant.

Nach der Pause springt die Handlung wieder zurück auf eben diesen Ostersonntag. Nun geht es um Azdak, den Dorfschreiber. Dieser versteckt einen alten Bettler, den gestürzten und verkleideten Großfürsten. Azdak selbst wird in einer kurzen „demokratischen Phase“ zum Dorfrichter befördert. Nach einigen unkonventionellen Urteilen wird er abgesetzt, und dann auf Befehl des wieder zur Macht gekommenen Großfürsten neuerlich zum Richter gemacht.

Nun folgt der Prozess um das Kind: Die Grusche und die leibliche Mutter, die Frau des ermordeten Gouverneurs, streiten um das Kind. Der Azdak fällt ein salomonisches Urteil ….

Der kaukasische Kreidekreis – Bertolt Brechts speziellstes Kind

Worum geht es:

  • Was ist mehr wert: Mütterliche Liebe oder leibliche Mutterschaft?
  • Ist die Brechung des Rechts zugunsten von Gerechtigkeit erlaubt?

Die zwei spannenden Hauptfiguren:

  • Grusche, die Magd, die mit großer Opferbereitschaft das Kind der egoistischen Gouverneursfrau rettet,
  • Azdak, der trinkende, korrupte Arme-Leute-Richter, der den anschließenden Streit um das Kind mit einem originellen Urteil beendet.

Der Autor: Bertolt Brecht

  • * 1898 in Augsburg, + 1956 in Berlin,
  • zählt zu den wichtigsten Autoren Deutschlands,
  • ist für die Entwicklung des „epischen Theaters“ bekannt, in dem
  • die Handlung nicht nur dargestellt, sondern parallel dazu erzählt und kommentiert wird.

Einige seiner wichtigsten Dramen: Baal (1923)

Die Dreigroschenoper( 1928)

Mutter Courage und ihre Kinder(1941)

Der kaukasische Kreidekreis (1944)

Als Anhänger des Marxismus und Gegner des NS-Regimes flüchtete Brecht unter anderem in die USA, wo er 1944 den „Kaukasischen Kreidekreis“ schrieb. 1948 kam er über die Schweiz nach Deutschland zurück. Er arbeitete bis zu seinem Lebensende in Ostberlin.

Neuer Obmann

Ingrid Fischeneder hat nach vier Jahren Tätigkeit als unsere Obfrau das Amt zurückgelegt. Bei der letzten Generalversammlung wurde Wilfried Schrutka zum neuen Obmann gewählt.

Wir bedanken uns bei Ingrid für die geleistete Arbeit und ihren hingebungsvollen Einsatz. Viel Glück auf deinen weiteren Wegen und bleib dem Verein erhalten!

Wilfried, dir wünschen wir viel Kraft und Ausdauer mit diesem Amt. Schön, dass du die Wahl angenommen hast!