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Produktionen

Die Arche Novak (2017)

Diese österreichische Weltuntergangs-Satire, in der sich der Wiener Novak auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet, wird im Herbst 2017 als Österreichpremiere vom Kulturverein freiwild unter der Regie von Franz Strasser gespielt.

Der Krah (2016)

Im Advent 2016 wurde unter der Regie von Franz Strasser die Flüchtlingsthematik vom Kulturverein mit dem Stück „Der Krah“ vom Tiroler Autor Klaus Reitberger aufgegriffen. Der Krah erzählt die Geschichte eines Heiligen Abends in einer Hütte irgendwo in den Alpen. Doch das geplante idyllische, bäuerliche Familienfest wird zur schmerzlichen Auseinandersetzung der Generationen, die verschärft wird, als ein Flüchtling auftaucht und bei der Familie Schutz sucht und die Prophezeiung der Altbäurin„wenn der Krah schreit, kommt der Tod“ tatsächlich eintritt.

Bezahlt wird nicht (2015)

Eingelöst wurde die Ankündigung der Mollner Theatermacher 2015 ein „starkes Stück für starke Frauen“ zu spielen. Die überregionale Kulturkritik und vor allem das Publikum waren vom Thema, der Inszenierung (Irma Paulis) und den Schauspielern begeistert. 1155 erlebten in 9 Aufführungen eine sozialkritische Tragödie im Kleid einer zugespitzten Farce voller kurioser Lachnummern, ganz im Sinne des Autors, des italienischen Literaturnobelpreisträgers Dario Fo.

Freiheit in Krähwinkel (2014)

Molln wurde im Herbst 2014 zu einem Staat im Staate Österreich: Aus Molln wird „Krähwinkel", denn das 30-köpfige Team um Regisseur Franz Strasser brachte Johann Nepomuk Nestroys selten gespielte „Posse mit Gesang: Freiheit in Krähwinkel“ auf die Bühne. Einreisende konnten bei den Aufführungen erleben, wie sich eine 'typisch österreichische' Revolution sogar bis  ins Steyrtal ausbreitet.

Der große Wiener Volkstheaterdichter Nestroy hat die Ereignisse von 1848 hautnah miterlebt und beschreibt mit unvergleichlichem Wortwitz und köstlicher Ironie die Mechanismen von Macht, Revolution und Liebe – zeitlose Themen. ‚Krähwinkel’ ist immer und überall! Es ist eine Geschichte von Widerstand, Zivilcourage und von einem politischen Neuanfang in einem alpinen Zwergstaat - nur „ein Revolution’erl in einem Diktatur’erl halt" -  wie es Nestroy formuliert - in Molln halt und dort nur auf einer  Bühne...

Das Spiel vom Helmbrecht-Moar (2014)

Im Rahmen des Gedenkjahres für den Mundartdichter Otto Jungmair wurde dieses mittelalterlichen Versepos in jungmairscher Mundartfassung als szenische Lesung aufgeführt. Das Stück, ursprünglich von Wernher dem Gärtner um 1250 verfasst, handelt vom jungen Bauerssohn Helmbrecht und dessen zweifelhaften Aufstieg zum Raubritter, der in ein blutiges Ende mündet.

Irmgard Paulis inszenierte eine Mischung aus Text-Lesung und Durchlauf-Probe mit angedeuteten Requisiten und Kostümen.

Jennerwein (2013)

Für diese Produktion gastierte das Wander-theater "frei-wild." wieder an einem neuen Spielort, dem Gasthof von Marianne und Sepp Roidinger "Zur Stefaniebrücke".
Unter der Regie von Franz Strasser wurde die Komödie von einem "Rebellen der Berge", einem "bayrischen Robin Hood" aufgeführt.

Dem Stück liegt die wahre Geschichte des Georg Jennerwein zugrunde, der als Wildschütz unterwegs war und verarmte Waldarbeiter und dankbare Wirte mit Wildbret versorgte. Mit seinen Gschichtln reizte er die Jäger, unter anderem Hans Pföderl, der auch in Liebesangelegenheiten mit Jennerwein konkurrierte. Auf der Pirsch erschoss Pföderl Jennerwein von hinten und versuchte den Mord als Selbstmord zu vertuschen. Der Betrug flog auf,  Pföderl wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und Jennerwein durch den Meuchelmord zu einer Legende.

Das Stück handelt von einer Bauernbühne, die ein Stück über den Wildschützen Jennerwein probt. Nepomuk Hupfauf, Gastwirt, Autor und Spielleiter rauft sich die Haare: die Spieler und der mitwirkende örtliche Gesangsverein haben mehr das versprochene Freibier im Sinn als die Kunst. Zudem, so glaubt er, kehrt der ermordete Jennerwein aus dem Jenseits zurück und sucht ihn heim. Brisanz kommt ins Spiel, als die Hauptakteure des Stückes, auch im wirklichen Leben Kontrahenten, während der Proben immer mehr aneinandergeraten. Der Konflikt zwischen den beiden spitzt sich zu und droht zu eskalieren und die Geschehnisse von damals scheinen sich zu wiederholen.

                                                                           
Der Aufstand (2012)

Nach einer Textvorlage zu einer Oper von Gertrud Fussenegger inszenierte Irmgard Paulis das Stück "Der Aufstand" mit 34 Darstellern des Vereins. Die Begeisterung für Stück und Spiel bei den 1200 Besuchern, den Medien und der Fachpresse ist einzigartig und führt letztlich zu einer Einladung ans Linzer Landestheater wo das Stück abermals vor vollem Haus und standing ovations aufgeführt wurde. Das gesamte Team empfindet diesen Auftritt als den Ritterschlag, als Ehre und Lohn für alle Anstrengungen und so wird dieses Revolutions- und Bauernkriegsdrama zur Krönung aller bisherigen Theaterarbeit für den Verein.

Die Geschichte handelt vom Aufstand der oberösterreichischen Bauern im Jahre 1626, thematisiert wird vor allem die Willkür und Gewalt die herrscht, bevor eine neue Ordnung entstehen kann.

Die Erstaufführungen dieses Librettos als Schauspiel im Oktober 2012 wurden begleitet von einer Sonderausstellung über die Dichterin Fussenegger mit familiären Beziehungen zu Molln und von bisher unbekanntem historischem Material über Molln. Zur Premiere kamen und sprachen Altlandeshauptmann Josef Ratzenböck und die Nachfahren der Dichterin aus aller Welt.

frei-wild (2011) - Wiederaufnahme

Gemäß der Gründungsidee des Vereins wurde das Wildererdrama in der Bearbeitung und Regie des Welser Theatermanns Franz Strasser wieder aufgenommen. Die deutlich gesteigerte Qualität von Stück und Darstellung kam bei Publikum (1400 Besucher) und Medien hervorragend an. Leider machte das katastrophale Juliwetter nicht mit – nur 3 von 13 Aufführungen des Spieles finden auf der aufwändig verbesserten Freiluftbühne vor dem HoisnHaus statt.

Die Robinsonfrauen (2010)

Nach einer Idee des Kulturvereinsobmannes W.Eduard Sageder wurde dieses Jahr zum Gedenkjahr für Marlen Haushofer, der großen Dichterin und Tochter Mollns, ausgerufen. Viele Mollner Kulturschaffende und Institutionen beteiligten sich daran. Koordination und Abwicklung lag in den Händen des Vereins. Das Angebot reichte von Lesungen, literarischen Wanderungen, einer Sonderausstellung im "Museum im Dorf", einer Podiumsgespräch bis hin zur Aufführung von „Die Robinsonfrau-en“. Dies ist der Titel unter dem Autor und Regisseur Franz Horcicka seine Bühnenbearbeitung (übrigens die erste überhaupt) des Erfolgsromanes „Die Wand“ der berühmten Schriftstellerin aufführte. Im Roman wird eine junge Frau von einer unsichtbaren Wand auf einer Jagdhütte eingeschlossen und muss ihr Leben neu ordnen, um diese Situation zu bewältigen.

In unglaublich kurzer Zeit - von Jänner bis Mai - erarbeitete er mit dem Team von die Inszenierung und erreichte über 1000 Besucher.

Das blaue Wunder  (2010)

Dieses Minidrama, verfasst von Franz Horcicka, nach einer Erzählung von Folke Tegetthof, wurde Mundart geschrieben für einen Dornenbusch einen Rosenstrauch und einen Rosmarinstock. Das Stück greift die Herbergssuche von Maria und Josef auf, die bei den drei Pflanzen eine Rast einlegen und dem Dornenbusch widerfährt dabei ein blaues Wunder.

Die Uraufführung fand in der St.Franziskuskirche in Wels statt, es war außerdem Abschluss der Drei-Königs-Fackelwanderung zum Freilichtmuseum Schmiedleithen-Leonstein.

frei-wild (2009) – Uraufführung

Das Schauspiel „frei-wild“ ist eine Dramatisierungder „Mollner Wilderertragödie“ von einst zu einem menschlichen wie zeitlosen Bilderbogen. In 11 Bildern wird die historische Geschichte von 1919 und die ihrer heutigen und möglicherweise zukünftigen Nachfolger erzählt…von ernst bis heiter, historisch bis utopisch! Am 14. März 1919 kam es zwischen den Wilderern von Molln und der Gendarmerie zu einer furchtbaren und blutigen Auseinandersetzung, bei der vier Wilderer zu Tode kamen.

 

Als nach dem Zusammenbruch der Österreichisch–Ungarischen Monarchie 1918 die Krieger erschöpft und halbverhungert vom Krieg zurückkehrten, mussten die meisten  von ihnen wieder Hunger leiden, weil die Lebensmittel überall knapp waren. Was lag nun in der Berggemeinde Molln näher, als der Abschuss von Wild. Mit dem Fleisch versorgten sie ihre eigene und andere verarmte Familien. Doch der Abschuss von Wild wurde von der Grafschaft Lamberg als Respektlosigkeit und Gesetzesübertretung betrachtet und als solche geahndet. Die Mollner Wilderertragödie ereignete sich in einer Zeit höchster sozialer Spannung, einer Epoche nach dem 1. Weltkrieg, in der sich Österreich an der Kippe zu einer Revolution befand. Da niemals Schuldige gesucht und die Vorfälle offiziell nicht aufgearbeitet wurden, hat diese Tragödie 90 Jahre später seine Emotionalität nicht verloren.

Das Stück wurde von Franz Horcicka, der auch die Regie innehatte, verfasst und auf der eigens errichteten Freiluftbühne vor dem lebendigen Denkmal Hoisn Haus 14 Mal aufgeführt. Insgesamt erlebten 3400 Besucher das Spiel – ein für Molln und die ganze Region Eisenwurzen bisher einzigartiger Zuspruch zu einem Theater-Event.
Zitat aus dem Programmheft:

„Was bleibt – sind Spuren von Ereignissen, Erinnerungen und Visionen von Menschlichkeit,
von der Natur der Kalkalpen und ihrer Bewohner einst und übermorgen…
und eine ewige, weil allzu menschliche Lust auf ein Stück Wildnis!“

A jaus’n, de nix kost (2008)

Der Einakter über den legendären Wolfbauern Gust, einen Mollner Wilderer, versuchte spannende Aspekte einer noch immer nicht ganz verarbeiteten lokalen Historie aufzugreifen. Unter der Regie von Johanna Horcicka wurde das Stück in allen Mollner Wirtshäusern aufgeführt und erreichte insgesamt 600 Personen.