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Der Kulturverein "frei-wild." Molln


2007

Am Anfang stand die Idee von Josef ‚Joschi’ Illecker, Konditor und damals Vizebürgermeister, aus der dramatischen Historie der "Mollner Wildererschlacht" etwas zu machen – ein Theater zum Beispiel. Nach einigen Interesssenten-Treffen nahm die Idee Gestalt an und Franz Horcicka aus Kirchdorf erklärte sich bereit eine dramatische Fassung der Geschichte zu erarbeiten.

2008

Der Trägerverein wurde gegründet mit dem Grundsatz, die Geschichte um "Wilderei, Mord und Auferstehung – Molln anno 1909/2009/2099" aufzuführen und mit dem Ziel die Freiluftaufführung zu einer Tradition für Molln und die Region zu machen. Die Schauspielausbildung der angeworbenen 22 Schauspiel-Neuanfänger begann noch im Herbst, dann folgte die stückbezogene Probenarbeit.

2009

Im März begann im Hoisn Haus ein Zyklus von zwölf Stubentheater-Aufführungen in allen Wirtshäusern in und um Molln. Die Uraufführung von "frei-wild.– Wilderei, Mord und Auferstehung" am 26.06.2009 war ein großer Erfolg. Publikum und Medien waren überrascht, beeindruckt und begeistert. Insgesamt erlebten 3400 Besucher das Spiel – ein für Molln und die ganze Region Eisenwurzen bisher einzigartiger Zuspruch zu einem Theater-Event!

2010

Dieses Jahr wurde zum Gedenkjahr für die große Dichterin und Tochter Mollns, Marlen Haushofer, ausgerufen. Viele Mollner Kulturschaffende und Institutionen beteiligten sich daran. Koordination und Abwicklung lag in den Händen des Vereins. Das Angebot reichte von Lesungen, literarischen Wanderungen, einer Sonderausstellung im "Museum im Dorf", einer Podiumsgespräch bis hin zur Aufführung von „Die Robinsonfrau-en“. Autor und Regisseur Franz Horcicka erarbeitete diese Inszenierung, welche im Mai 2010 Premiere hatte, gemeinsam mit dem Verein und erreichte damit über tausend Zuschauer.

Außerdem wurde ein Minidrama namens „Das blaue Wunder“, verfasst von Franz Horcicka, zur Aufführung gebracht.

2011

Unter der Leitung von Regisseur Franz Strasser wurde das Stück freiwild zum zweiten Mal in Molln aufgeführt. 1400 Besucher sahen sich die Inszenierung an und der Verein erhielt abermals positives Feedback für seine Arbeit.
2011 lud der Verein auch das erste österreichische Bergbäuerinnen-Kabarett „Die Miststücke“  und den Akkordeon-Virtuosen Andreas Borghetti nach Molln ein.

2012

Nach einer Textvorlage zu einer Oper von Gertrud Fussenegger inszenierte Irmgard Paulis das Stück "Der Aufstand" mit 34 Darstellern des Vereins. Die Begeisterung für Stück und Spiel bei den 1200 Besuchern, den Medien und der Fachpresse war einzigartig und führte letztlich zu einer Einladung ans Linzer Landestheater wo das Stück abermals aufgeführt wurde.

2013

Unter der Leitung von Franz Strasser erarbeitete der Verein das Stück „Jennerwein“, eine Komödie über einen "Rebellen der Berge" einen "bayrischen Robin Hood" die im Gasthaus Stefaniebrücke aufgeführt wurde.
Der Verein organisierte in diesem Jahr auch einen Gastauftritt des Duos „Olga und Pierino“, die mit ihrer Mischung aus Clown-Kunst und Tanztheater in Molln auftraten.

2014

Im Sommer wurde "Das Spiel vom Helmbrecht-Moar“, ein mittelalterliches Versepos, im Rahmen des Gedenkjahres für den Mundartdichter Otto Jungmair als szenische Lesung aufgeführt, auch eine Hommage, eine Matinee und die Aufführung der Hoamatmess sind Teil dieses Gedenkjahres.
Auf Einladung des Vereines tanzte die indischen Kathak-Tanzmeisterin Kaveri Agashe-Sageder im Mollner Nationalparkzentrum und begeisterte das Publikum mit indischen Mythen, Märchen und Legenden.

2015

Das umfangreichste Projekt im Jahr 2015 war die Inszenierung der Farce "Bezahlt wird nicht" von Literaturnobelpreisträger Dario Fo durch unsere Regisseurin Irmgard Paulis, welche im Herbst über tausend Besucher begeisterte.
Nach dem Auftakt des ersten wildheut' Symposions im November 2014 fand im Sommer 2015 außerdem ein wildheut' Workshop statt, der zugleich eine offizielle und öffentliche Lehrveranstaltung am Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz war und von Herrn Univ. Prof. Michael John betreut wurde.

2016

Im Sommer fanden erstmals unter der Leitung von Wilfried Schrutka die Sommerlustspiele statt, die auf humorvolle Weise Einblick in die mehr oder weniger alltäglichen Szenen von Liebespaaren gaben.

In der Vorweihnachtszeit spielte der Verein unter der Regie von Franz Strasser das Stück „Der Krah“, welches sich mit Fremdenhass und Generationenkonflikten beschäftigt. Die gesamten Einnahmen einer Vorführung kamen den Asylsuchenden, die in Molln untergebracht sind, zugute.

2017

Bereits zum zweiten Mal unterhielten die Sommerlustspiele mit dem Stück „Ich versteh nur Bahnhof“, bei dem Wilfried Schrutka abermals Regie führte, die Mollner. Das Stück spielt in einer Bahnhofshalle und beleuchtet die verschiedenen Menschen, die dort ein- und ausgehen.

Im Herbst 2017 wird das Ensemble gemeinsam mit Regisseur Franz Strasser das Stück „Die Arche Novak“ vom Wiener Autor Erich Sedlak erstmals in Österreich zur Aufführung bringen. „Die Arche Novak“ ist eine österreichische Weltuntergangs-Satire und handelt vom Wiener namens Novak, der sich auf die Folgen des von seinen Zeitgenossen geleugneten Klimawandels vorbereitet und eine große „Sündflut“ erwartet.